Internationale Medien verbreiten es wie ein Lauffeuer: Letzte Nacht hat sich in Islamabad eines der verherendsten Attentate in der Geschichte Pakistans ereignet. Ein Regierungsmitglied sprach sogar von "Pakistans Elftem September".
Zum Ereignis: Kurz nach Einbruch der Dunkelheit hat sich ein Selbstmordattentaeter mit ca. 1000 Kilogramm Sprengstoff unmittelbar von dem Marriot – Islamabads renomiertestem Hotel und Unterkunft zahlreicher internationaler Gaeste, Diplomaten, Wirtschaftsfuehrer etc. - in die Luft gesprengt. Anschliessend ist das riesige Gaebaeude total ausgebrannt und drohte noch bis in die Morgenstunden einzustuerzen. Bisher sind mindestens 60 Tote registriert und ueber 250 schwer Verletzte in die Spitaeler gebracht worden. Die Zahl der Opfer ist so erschreckend hoch, weil sich waehrend dem Fastenmonat Ramadan zahlreiche wohlhabende Buerger im Marriott zum Fastenbrechen treffen und nach dem Attentat etliche Hotelgaeste in den Flammen eingeschlossen waren. Das ganze ereignete sich im unmittlebaren Anschluss an eine Botschaft des neuen Prasidenten intensiv gegen Terroristen vorzugehen.
In Anbetracht dieser Katastrophe und der daraus resultierenden Ereignisse moechte ich euch allen versichern, dass es mir gut geht, ich mich auch weiterhin sicher fuehle und die Auswirkungen auf Lahore insgesmat sehr beschraenkt sind. Letztendlich wird es wohl einmal mehr zu einem Plus an Sicherheitskraeften fuehren und diverse Kontrolle vor oeffentlichen, religioesen und wirtschaftlichen Einrichtung werden ebenfalls zunehmen. Trotzdem geht das Leben seinen gewohnten Gang...
Samstag, 20. September 2008
Montag, 15. September 2008
meeting Canadians
A couple of weeks ago I met a couple from Fort Saskatchewan at church. Donald is a teacher for music at the Lahore American School, while Louise is actually not working, but quite involved in other activities.
It is quite strange – I guess – to meet people I used to live so close by to in the Sacred Heart Cathedral in Lahore. However, Donald and Louise took me to the International Club quite a bit and I got some good breaks from the monotonous Pakistani culture. Last Saturday, I could even join a day trip organized by the board of the American School. We visited Shalimar Garden – a huge and impressive park set by the Moguls – and afterwards we had lunch at the Avari Hotel, the only place in all of Lahore that serves food during Ramadan.
Obviously, I met a lot of Americans that day, which was very interesting for a change. There are some teachers who take their entire families with them. However, most of them do not get to know Pakistan at all, since they spend their time either in their highly secured homes, in the American school or in the International Club. Usually, they are quite shocked, when I tell about my experiences with the poor...
It is quite strange – I guess – to meet people I used to live so close by to in the Sacred Heart Cathedral in Lahore. However, Donald and Louise took me to the International Club quite a bit and I got some good breaks from the monotonous Pakistani culture. Last Saturday, I could even join a day trip organized by the board of the American School. We visited Shalimar Garden – a huge and impressive park set by the Moguls – and afterwards we had lunch at the Avari Hotel, the only place in all of Lahore that serves food during Ramadan.
Obviously, I met a lot of Americans that day, which was very interesting for a change. There are some teachers who take their entire families with them. However, most of them do not get to know Pakistan at all, since they spend their time either in their highly secured homes, in the American school or in the International Club. Usually, they are quite shocked, when I tell about my experiences with the poor...
Sonntag, 14. September 2008
News
Langsam neigt sich meine Zeit auf dem Subkontinent dem Ende zu und in sechszehn Tagen sitze ich - inshallah - bereits im Flugzeug in Richtung Heimat. Allerdings hat sich eine Art "Endspurt-Gefuehl" bisher noch nicht recht breit gemacht. Vielmehr geht das Leben seinen gewohnten Trott mit Klassifikationen in der Bibliothek am Morgen, Kathechismus- und Englischunterricht am Nachmittag. Seit Ende August ist Andrye wieder fest in Lahore stationiert und sein Sprachaufenthalt in Murree ist vorbei, entsprechend kam auch ein frischer Wind nach Loyola Hall. Aeusserst positiv werte ich seine Sportbegeistertheit und technische Raffinesse, so dass wir gestern - nach gewissen Adaptionen am Fernesehen - problemlos das Formel 1 Rennen live anschauen konnten. Ebenfalls hat es Andrye hingekriegt, dass wir am Samstag abend die Premiere League aus England ebenfalls live verfolgen konnten.
Morgen auf Nacht kommt Renato aus Manila zurueck, wo am Samstag der erste pakistanische Jesuit die Diakonenweihe empfangen hat. Wir sind alle sehr zuversichtich, dass es mit Renato Rueckkehr auch wieder etwas ruhiger zu und her gehen wird.
Morgen auf Nacht kommt Renato aus Manila zurueck, wo am Samstag der erste pakistanische Jesuit die Diakonenweihe empfangen hat. Wir sind alle sehr zuversichtich, dass es mit Renato Rueckkehr auch wieder etwas ruhiger zu und her gehen wird.
Donnerstag, 28. August 2008
Gaeste aus Deutschland
Letzten Samstag bekamen wir Besuch zweier "Touristen" aus Bamberg, die dann am Mittwoch nach Islamabad weitergereist sind. Stefan und Stefanie arbeiten beide als Universitaets-Assistenten fuer die Universitaet in Bamberg (Stefan) resp. Eichstaett (Stefanie).
Stefan hat Persisch und Arabisch studiert und anschliessend ueber Iqbal, den pakistanischen Nationaldichter, promoviert. Deshalb ist er auch wieder nach Lahore gekommen, weil die hier ansaessige Iqbal-Akademie seine Dokotorarbeit in Pakistan und Indien neu auflegen will. Ich habe es aeusserst geschaetzt wieder ordentlich deutsch zu sprechen und da unsere Gaeste aus Bayern stammten konnte ich mit meinem "Innsbrucker Dialekt" aus dem Vollen schoepfen. Ueberhaupt fuehrten wir aeusserst intressante Gespraeche und Diskussionen und ich habe bezueglich islamischer Religionsgeschichte und schiitischer Theologie doch einiges dazugelernt.
Stefan hat Persisch und Arabisch studiert und anschliessend ueber Iqbal, den pakistanischen Nationaldichter, promoviert. Deshalb ist er auch wieder nach Lahore gekommen, weil die hier ansaessige Iqbal-Akademie seine Dokotorarbeit in Pakistan und Indien neu auflegen will. Ich habe es aeusserst geschaetzt wieder ordentlich deutsch zu sprechen und da unsere Gaeste aus Bayern stammten konnte ich mit meinem "Innsbrucker Dialekt" aus dem Vollen schoepfen. Ueberhaupt fuehrten wir aeusserst intressante Gespraeche und Diskussionen und ich habe bezueglich islamischer Religionsgeschichte und schiitischer Theologie doch einiges dazugelernt.
Sonntag, 24. August 2008
... wieder da!
!Wer meinen Blog anschaut, stellt unmittelbar fest, dass mein letzter Artikel schon eine halbe Ewigkeit zurueckzuliegen scheint und – in Anbetracht der gegenwaertigen Situation in Pakistan – scheint diese Situation doch etwas irritierend zu sein. Zuerst also die gute Nachricht vorweg: Ich lebe noch, bin wohl auf und gluecklich. Allerdings war ich seit anfangs August immer wieder „gesundheitlich beeintraechtigt“ und hatte ob Fieber, Durchfall und Uebelkeit nur begrenzte Schreiblust. Vielmehr versuchte ich meine limitierten Kraeft zu buendeln und anderweitig einzusetzen. Ich bitte euch alle also um Verzeihung und nehme mir streng vor zumindest einmal die Woche von mir hoeren zu lassen.
Im letzten Monat ist dann aber trotz Krankheit und Geburtstag doch so einiges passiert. Absolutes Highlight war meine Reise nach Islamabad, wo ich am ersten August den Schweizer Nationalfeiertag auf der Botschaft mit Bier und Olma-Bratwurst gebuerend feierte. Grosszuegigerweise lud mich Pius Rohner, der Leiter des DEZA in Pakistan, zu sich nach Hause ein und ich blieb vom 31. Juli bis zum 4. August sein Gast. Insgesamt eine absolut wohltuende Abwechslung wieder einmal westliche Standards, Speisen und (als Couleurstudent) vor allem auch Getraenke geniessen zu duerfen.
Im letzten Monat ist dann aber trotz Krankheit und Geburtstag doch so einiges passiert. Absolutes Highlight war meine Reise nach Islamabad, wo ich am ersten August den Schweizer Nationalfeiertag auf der Botschaft mit Bier und Olma-Bratwurst gebuerend feierte. Grosszuegigerweise lud mich Pius Rohner, der Leiter des DEZA in Pakistan, zu sich nach Hause ein und ich blieb vom 31. Juli bis zum 4. August sein Gast. Insgesamt eine absolut wohltuende Abwechslung wieder einmal westliche Standards, Speisen und (als Couleurstudent) vor allem auch Getraenke geniessen zu duerfen.
Dienstag, 22. Juli 2008
Eine afrikanische Erfahrung
Letzten Sonntag besuchte ich den Abendgottesdienst in der Kathedrale von Lahore, der traditionell vor allem von nigeriansichen und anderen afrikanischen Immigranten frequentiert wird, und erlebte eine gewaltige Ueberraschung. Wie ja durchaus anzunehmen unterschied sich dieser "afrikanische" Gottesdienst, der massgeblich von den Immigranten selbst gestaltet wurde, in Liedgut und Dynamik deutlich von der "normalen" pakistanischen Eucharistiefeier. Faszinierend war allerdings, dass hier die praegendsten kulturellen Faktoren - wie beispielsweise die Purdah (strenge Geschlechtertrennung) - schlicht nicht zu gelten schienen: Frauen, Maenner und Kinder sassen wild durcheinandergemischt in den Reihen. Die Kopftuecher wurden durch Jeans ersetzt und Haare teilweise sogar offen getragen. Auch die beruehmt-beruechtigte Hierarchie schien ausser Kraft gesetzt und die Kinder schrien und spielten selbst waehrend dem Hochgebet. Insgesamt war es eine guttuende Erfahrung - ebenfalls voller Vitalitaet und Lebensfreude, aber doch auf eine aufmundernd andere Art.
Allerdings bin ich in diesem Kreis natuerlich umso deutlicher ins Auge gestochen und einmal mehr an der Sicherheitskontrolle haengen geblieben. Offensichtlich hat mich der Beamte - wohl aufgrund meines Shalwar Khameez (traditionelle Kleidung in Pandschab) und Bartes - fuer einen Moslem gehalten, und erst in die Kathedrale eintreten lassen, als er sichtlich erleichtert feststellte, dass ich wirklich kaum Urdu verstehe. Hierzu ist zu sagen, dass die einzige Bevoelkerungsgruppe Pakistans mit weisser Haut, die Pathan, im unmittelbaren Grenzgebiet zu Afghanistan leben und im Pandschab allgemein als Fanatiker und Barbaren verschrien sind.
Allerdings bin ich in diesem Kreis natuerlich umso deutlicher ins Auge gestochen und einmal mehr an der Sicherheitskontrolle haengen geblieben. Offensichtlich hat mich der Beamte - wohl aufgrund meines Shalwar Khameez (traditionelle Kleidung in Pandschab) und Bartes - fuer einen Moslem gehalten, und erst in die Kathedrale eintreten lassen, als er sichtlich erleichtert feststellte, dass ich wirklich kaum Urdu verstehe. Hierzu ist zu sagen, dass die einzige Bevoelkerungsgruppe Pakistans mit weisser Haut, die Pathan, im unmittelbaren Grenzgebiet zu Afghanistan leben und im Pandschab allgemein als Fanatiker und Barbaren verschrien sind.
Samstag, 12. Juli 2008
the Monsoon is starting...
Today the mosoon got really started and flooded our entire street. There was one yard of water and if you wanted to leave Loyola Hall you basicly had to either swim or float or find some other way through the waters. Still, ten sisters came to my series of lectures on theology that started today. The topic is "The Role of Mary in Catholic Theology". Mariology is very important here in Pakistan, because a lot of the growing Protestant churches challenge the Catholic tradition and pratice. So it is necessary to provide some sound theology and to point out its biblical background in order to enable and build dialogue between the churches. With some of the new Protestant churches - like the Church of Christ - we have some good contact. They use one of our halls once in a while for some outreach-activities.
Our Puppies are growing fast. Unfortunatel, two of them died a day after their birth, but the remaining two are now starting to wander around and explore their environement.
Our Puppies are growing fast. Unfortunatel, two of them died a day after their birth, but the remaining two are now starting to wander around and explore their environement.
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